Sozialtraining 5. und 6. Klassen

In den letzten Wochen fand am AMG erstmals fĂŒr die 6. Klassen, angebunden an das Magnus-Stunden-Konzept, ein zweitĂ€giges Sozialtraining statt, welches von Tim Linnemann (Jugendhilfe im Strafverfahren der Stadt Beckum) und Jasmin Galley (Schulsozialarbeiterin) in Kooperation mit den Klassenlehrerteams durchgefĂŒhrt wurde.

Ziele des Trainings waren das Sensibilisieren fĂŒr verletzendes Verhalten gegenĂŒber MitschĂŒler/innen sowie eine mögliche Mobbingintervention.

Am ersten Tag wurden zunĂ€chst die beiden Geheimnisse einer guten Klassengemeinschaft thematisiert: „Ich kann mit jedem arbeiten.“ und „Ich kann meine Meinung sagen, egal was die Anderen denken.“ Im weiteren Verlauf sollten die SchĂŒler/innen benennen, was sie am Verhalten ihrer MitschĂŒler/innen Ă€rgert oder stört und wer am meisten unter verletzendem Verhalten leidet. Interessant war an dieser Stelle die Idee, Verletzungen in Menschenrechte umzuwandeln, z.B. „Ich verletze niemanden mit Worten oder Gesten.“ Auch das eigene Wohlbefinden in der Gruppe wurde reflektiert.

Am zweiten Tag stand die Mobbingintervention im Fokus. Ein wichtiges Lernziel war es hier zwischen Verhaltensweisen und der Persönlichkeit von MitschĂŒler/innen zu differenzieren. Zwei große methodische Komponenten bildeten dabei das Schreiben von Lob-und Wunschbriefen. Diese sollten die SchĂŒler/innen fĂŒr positive BestĂ€rkungen, eine wertschĂ€tzende Feedback-Kultur und gewaltlose Konfliktlösungen sensibilisieren. Die gesammelten positiven Beziehungserfahrungen und der respektvolle Umgang mit einander innerhalb des Sozialtrainings sollen sich zukĂŒnftig möglichst positiv auf das Lernklima sowie den Zusammenhalt der Klasse auswirken.

Alle SchĂŒler/innen zeigten sich wĂ€hrend des Sozialtrainings engagiert und motiviert an sich und der Klassengemeinschaft zu arbeiten.

Die kennengelernten Methoden der Lob- und Wunsch-Briefe sollen weiterhin im Rahmen der Magnus-Stunden eingesetzt und vertieft werden.

Auch die 5. Klassen werden im November und Dezember noch am Sozialtraining teilnehmen.