Q1-Geschichtskurs wandelt in Leipzig auf den Spuren der „Friedlichen Revolution“

Geschichtsunterricht am Wochenende? Wie bitte! Ein Programm, das für die meisten Schüler vermutlich nach einem schlechten Scherz klingt, haben 25 Oberstufenschüler des Geschichtskurses von Dr. Andrea Kolpatzik gern absolviert. In ihrer Freizeit. Im Rahmen einer dreitägigen Exkursion besuchten die AMG-Pennäler vom 8. bis 10. Februar die historisch gleich mehrfach aufgeladene Stadt Leipzig. Denn zum einen ist Leipzig der Ort der „Völkerschlacht“ im Jahr 1813, zum anderen ein  zentraler Ort der sogenannten „Friedlichen Revolution“ in der DDR im Jahr 1989.

Wenig verwunderlich, dass außer des Besuches des Völkerschlachtdenkmals auch der Besuch der Nikolaikirche auf dem Programm stand.  Die neue Dauerausstellung des zeithistorischen Forums zu „Demokratie und Diktatur“ forderte die Oberstufenschüler ebenso zum historischen Denken und Urteilen auf wie der historische Stadtrundgang, der in Kooperation mit dem historischen Institut der Universität Leipzig stattfand und bei dem die AMGler zentrale Stationen der „Friedlichen Revolution“ in Leipzig abliefen. Begleitet wurden die angehenden Abiturienten von den Geschichtslehrern Christopher Hoffmann und Dr. Andrea Kolpatzik sowie von Studienreferendar Dr. Daniel Wendt.

Erwachsen ist die Exkursion aus einer Unterrichtsreihe zu „Volk“ und „Nation“ als Schlüsselkonzepte deutscher Identitätsbildung im 19. und 20. Jahrhundert. Deshalb standen besonders Nationsbildungsprozesse sowie Mechanismen der Identitätsbildung durch Selbst- und Fremdwahrnehmung im Fokus dieser Exkursion.