Projekt Auschwitz 2018

Wir, 17 Schülerinnen und Schüler aus der ehemaligen Q1, reisten im Juli 2018 im Rahmen der freiwilligen Projektfahrt „Auschwitz“ mit Herrn Lethen, Frau Denkhaus und Frau Tollkötter für 10 Tage nach Polen. Ziel der Fahrt war es, mehr über die Geschichte des Nachbarlandes sowie den Einfluss unserer deutschen Geschichte – insbesondere während der Zeit des Nationalsozialismus – zu erfahren. Unterstützt wurde die Fahrt durch die Bethe-Stiftung.

Unsere Fahrt begann mit einem zweitägigen Aufenthalt in Krakau und beinhaltete neben einer geführten Stadttour durch die Innenstadt und das jüdische Viertel Kazimiersz auch den Besuch einer Synagoge. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers. Das dreistöckige Gebäude der ehemaligen Emaillewarenfabrik ist jetzt ein staatliches Museum, das sehr anschaulich die Zeit der deutschen Besatzung Krakaus von 1939 bis 1945 darstellt. Besonderer Schwerpunkt der Ausstellung ist das Schicksal der Juden im Krakauer Ghetto und im Zwangsarbeitslager Plaszow im Vergeich zu den Beschäftigten in Schindlers Fabrik. Zum Abschluss unseres Krakauaufenthaltes bot uns das jüdische Kulturfestival in Kazimiersz mit traditioneller Musik und Fingerfood lebendige Einblicke in die jüdische Kultur.

Dann ging die Fahrt weiter nach Oswiecim (dt. Auschwitz). Die folgenden fünf Tage waren ganz von den bedrückenden Bildern und Eindrücken in den ehemaligen Konzentrationslagern Auschwitz und Birkenau geprägt. Eine mehrstündige Führung durch das Stammlager Auschwitz mit anschließendem Besuch der Länderausstellungen sowie ein 4-stündiger Aufenthalt in dem Vernichtungslager Birkenau ließen die schrecklichen Ereignisse zur Zeit des Nationalsozialismus wieder gegenwärtig werden. Ein Zeitzeugengespräch, mit einem Überlebenden von Auschwitz, der uns seine Geschichte von der Deportation bis zu seiner erfolgreichen Flucht erzählte, beeindruckte uns nachhaltig. Den Abschluss der Fahrt bildete der Besuch im Archiv, welches ebenfalls im Stammlager untergebracht ist. Dort haben wir uns über verschiedene Themen mit Hilfe der originalen Dokumente informiert, wie z.B. Fluchtberichte, Häftlingslisten, Verhörprotokolle, Gerichtsakten etc.

Diese Recherchen sowie die Ergebnisse der umfangreichen Tagesreflexionen und Nachbesprechungen sind auch die Grundlage unserer abschließenden Projektarbeit. Diese wird auch ein Teil der Ausstellung zum Gedenktag der Reichspogromnacht am 09.11.2018 in Beckum sein.