Holocaust-Gedenktag: Auschwitz-Überlebende erzählt ihre Geschichte am AMG

Die Idee des Zeitzeugengesprächs mit einer Überlebenden des Holocausts am Albertus-Magnus-Gymnasium Beckum ist aus der „Friedensfahrt 2019“ erwachsen und wurde im Kontext des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 28. Januar 2020 umgesetzt.

Die Holocaust-Überlebende Halina Birenbaum, 90 Jahre alt, sprach rund zweieinhalb Stunden in der Aula des Gymnasiums vor 120 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q2. Die Schülerinnen und Schuler waren während des Vortrages von Frau Birenbaum sehr betroffen: Frau Birenbaum, eine polnisch-jüdische Schriftstellerin, schilderte nicht nur das Grauen der Judenverfolgung im Nationalsozialismus sehr eindringlich. Immer wieder wurde auch deutlich, dass sie eine ausgesprochen starke Frau ist  – und sie mehr als einmal der pure Zufall und Mitmenschlichkeit in einer mitleidslosen Zeit vor dem Tode bewahrt hat. Die Schüler dankten ihr ihre Offenheit mit einer sehr engagierten Diskussion im Anschluss.

Insgesamt stand die Veranstaltung unter dem Motto „Für Erinnern, gegen Vergessen!“. Neben Bürgermeister Dr. Strothmann und Schulleiter Dr. Rolf setzten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 gemeinsam mit den „Friedensfahrern 2019“ und der SV um Linnéa Driesen und Pia Plagwitz ein wichtiges Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus.