Gesundheitsprävention durch Sport

Warendorfer Notarzt Dr. Wolf Rommel klärt Oberstufenschüler des AMG Beckum in der Fastenzeit über gesundheitliche Risikofaktoren auf

Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei: Der Karneval, der Alkoholkonsum, das kalorische Übermaß. Die bis Ostern andauernde Fastenzeit beginnt – eine Zeit des Zwischenhaltes. Anlass für drei Oberstufenkurse des AMG Beckum, sich in der Fastenzeit im Sportunterricht dem Thema Gesundheitsprävention zu widmen. Auf Einladung von Dr. Andrea Kolpatzik hielt der Warendorfer Notarzt und niedergelassener Internist Dr. Wolf Rommel vor 70 Schülerinnen und Schülern einen Vortrag über Gesundheitsprävention durch Sport. Die für das Auditorium überraschende Erkenntnis: Im Durchschnitt werden 20 Prozent aller Beschäftigten bereits im Alter von 47 Jahren berufsunfähig. Der Grundstein hierfür werde laut Rommel oftmals 20 Jahre vorher gelegt. Deshalb appellierte der Arzt an die Schüler: „Euer Körper ist eine wichtige Ressource. Wenn ihr die nicht im Griff habt, habt ihr ein Problem.“ Nach einem Exkurs über zentrale Krankheitsbilder (Stützapparat, Psyche und Atemsystem) skizzierte er zentrale gesundheitliche Risikofaktoren. Besonders für den Alkoholkonsum fand er deutliche Worte: „Jeder Deutsche trinkt statistisch eine Badewanne voller Alkohol pro Jahr.“ Das entspricht 130 Litern.  Was bedeuten 130 Liter Alkohol pro Jahr wirklich? Und vor allem: Wie viel Alkohol trinkt ihr? Diese konkreten Nachfragen zum eignen Umgang mit Alkohol machten die Gymnasiasten nachdenklich. Denn auf Dauer – so Rommel – könne bereits ein Glas Wein pro Tag bei Frauen und zwei Gläser Bier bei Männern zu Leberzirrhose führen. Umso engagierter diskutierten die Q1-Sportkurse von Dr. Andrea Kolpatzik, Vanessa Seifert und Christian Voss über Präventionsmaßnahmen durch Sport. Ihr Resümee des Projektnachmittages: Zünftig lieber fit statt faul.